Neuregelung für Besucher*innen vom 1. April 2022

Gemäß der neuen Corona-Verordnung des Landes vom 1. April 2022 gelten aktuell folgende Regelungen für Besucher*innen unserer Pflegeeinrichtung:

Zugang für Besucher*innen:
Der Zutritt ist für Besucherinnen und Besucher nur mit einem negativen Testnachweis möglich.

Vollständig immunisierte Besucher*innen (3 Impfungen oder 90 Tage nach zweiter Impfung/Genesung): DerAntigen-Schnelltest darf höchstens 24 Stunden alt sein. Dies gilt auch für Besucher*innen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben.
Besuche sind auch mit Testnachweisen von offiziellen Teststellen möglich.

Nicht vollständig immunisierte Besucher*innen: Es ist ein negativer PCR-Testnachweis (nicht älter als 24 Stunden) ODER Antigen-Schnelltest nicht älter als 6 Stunden notwendig.

Testungen vor Ort finden bis auf weiteres jeweils Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag (jeweils 12.00 Uhr – 14.30 Uhr) statt. Die Termine dafür sind grundsätzlich über unseren Empfang (0761 - 319 17-0) zu vereinbaren. Telefonische Vereinbarungen an unserem Empfang sind frühestens 24 Stunden vor dem Testtermin möglich.
Die Testungen sind für Sie kostenfrei. Einen PCR-Test können wir vor Ort leider nicht anbieten.

Öffnungszeiten:
Achtung! Unsere Öffnungszeiten haben sich zum 1. Juli geändert:
Montag bis Freitag 09.00 – 17.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag jeweils 10.00 – 17.00 Uhr.

Maske und Besucherzahl:
Es besteht die Pflicht, eine FFP2-Make (oder einen Schutz mit vergleichbarem Standard) zu tragen. Diese muss auch während des Besuchs in den Zimmern der Bewohner*innen getragen werden!
Die Besucherzahl ist grundsätzlich nicht begrenzt.

Abstandsgebot:
Es gilt weiterhin das Gebot eines Mindestabstands von 1,5m.

Übersicht der aktuell geltenden allgemeinen Vorgaben für Pflegeeinrichtungen:
Eine Übersicht der momentan geltenden Regelung für Besucher*innen finden Sie hier, eine Zusammenfassung der neuen Regelungen hat das Land hier zusammengestellt.

50 Jahre im Wichernhaus: Ehrung für den „dienstältesten“ Bewohner des Pflegeheims

Ein außergewöhnlich seltenes Jubiläum konnte kürzlich Anton Drwota im Wichernhaus begehen: Er lebt seit nunmehr 50 Jahren in dem Freiburger Pflegeheim, das zur Evangelischen Stadtmission gehört.

Für die Mitglieder des Leitungsteams um Einrichtungsleiter Siegbert Thoma war dies Grund genug, im Rahmen einer kleinen Feier die Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen und den „dienstältesten“ Bewohner des Wichernhauses hoch leben zu lassen. Tabea Ruhnau, Fachberaterin im Bereich Betreuung und selbst schon lange Jahre Mitarbeiterin bei der Evangelischen Stadtmission, erinnerte sich noch gut an die frühen Jahre, die Anton Drwota im Wichernhaus verbrachte.

„Sie gehören ganz ohne Frage untrennbar zu diesem Haus mit dazu,“ sagte Siegbert Thoma in seiner Laudatio. Anton Drwota sei von allen Mitarbeitenden der Einrichtung sehr geschätzt und erfreue sich höchster Beliebtheit. Der Einrichtungsleiter wünschte dem Jubilar noch viele erfüllte und gesegnete Jahre in der großen Gemeinschaft der Bewohner und Mitarbeiter des Wichernhauses und sprach zum Abschluss seiner Ansprache ein Gebet.

Zur Erinnerung an den denkwürdigen Tag überreichte Siegbert Thoma eine Ehrenurkunde, Blumen - und Anton Drwotas Lieblingstorte: Erdbeersahne mit frischen Früchten. 

„Der Schutz der Menschen steht für uns im Mittelpunkt“
Die zweite Impfrunde im Wichernhaus ist abgeschlossen

Bereits Anfang Februar wurde im Seniorenpflegeheim Wichernhaus in Freiburg mit der Impfung der Bewohnerschaft und der Mitarbeitenden begonnen. Bereits wenige Wochen später haben mobile Impfteams des Zentralen Impfzentrums auch die zweite Impfung in dem Heim, dessen Träger die Evangelische Stadtmission Freiburg ist, durchgeführt. Verwendet wurde der Impfstoff von Biontech/ Pfizer. Für neu einziehende Bewohner und auch für Mitarbeitende, die bisher noch unentschlossen waren, werden weitere Impftermine angeboten.

Einrichtungsleiter Siegbert Thoma erklärt zu den Impfungen:
„Für uns stand von Anfang an im Mittelpunkt, die uns anvertrauten Menschen vor einer Corona-Erkrankung zu schützen. Insbesondere die Seniorinnen und Senioren, die bei uns leben, aber auch unsere Mitarbeitenden. Deswegen gelten bei uns strenge Schutzmaßnahmen, und bereits seit November 2020 bieten wir für alle, die hier arbeiten oder zu Besuch kommen, wöchentliche Antigen-Tests an.
Wir sind sehr froh, dass unsere Bewohner und unser Personal durch die Impfungen nun einen wirksamen Schutz vor einer Infektion erhalten haben. Die Impfbereitschaft war bei beiden Gruppen hoch, denn Bewohner und Mitarbeitende setzen sehr viel Hoffnung in die Impfung.
Die Hygiene- und Abstandsregeln bleiben weiterhin in Kraft. Auch die Maskenpflicht und die Testungen behalten wir bis auf Weiteres bei. Lockerungen der Maßnahmen kann es erst geben, wenn das Robert-Koch-Institut, nach dessen Vorgaben wir uns richten, dafür grünes Licht gibt. Wir bitten die Besucher und Besucherinnen, die zu uns kommen, dafür um Verständnis und hoffen auf ihre Mitwirkung!"

Ein besonderes Dankeschön für die „großartige Unterstützung“ richtet Thoma „an das Impfteam, die beteiligten Hausärzte Dr. Christian Schmitthenner, Dr. Hubertus Jahn sowie an das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Freiburg e.V., das uns zurzeit bei den Testungen personell entlastet“.
Auch an die Mitarbeitenden in allen Bereichen geht ein großer Dank: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Pflegeeinrichtung können nicht einfach ins Homeoffice geschickt werden, sie werden vor Ort von unseren Bewohnern gebraucht! Sie unterziehen sich täglich den kompletten Schutzmaßnahmen, werden wöchentlich mehrmals getestet und sind privat seit einem Jahr sehr eingeschränkt, auch während der vorherigen Lockerungen.“

Im Einsatz an der Corona-Front: Bundeswehrsoldaten helfen bei Testungen im Wichernhaus

Wer sich im Seniorenpflegeheim Wichernhaus auf Corona testen lässt, steht seit Ende Januar einem uniformierten Soldaten gegenüber. Die Bundeswehr leistet in dem Freiburger Heim drei Wochen lang Amtshilfe und hat dafür zwei Soldaten an die „Corona-Front“ beordert. Feldwebel Konstantin Bayer und Hauptfeldwebel Arthur Schreiner nehmen Abstriche beim Personal und den Besuchern vor und prüfen mit einem Schnelltest, ob die Proben auf eine Corona-Infektion hinweisen.

Wie kam es zu diesem Einsatz? „Die neue Corona-Landesverordnung für Seniorenpflegeheime sieht seit dem 18. Januar vor, dass wir nicht nur Besucher, sondern auch alle Mitarbeitenden testen müssen – und zwar jeden dreimal pro Woche“, erklärt Einrichtungsleiter Siegbert Thoma.Da die Tests nur von einer Pflegefachkraft durchgeführt werden dürfen, sei diese Anforderung mit dem vorhandenen Personal „nicht abdeckbar“ gewesen: „Die Fachkräfte werden primär für die Versorgung unserer Bewohner auf den Wohnbereichen gebraucht. In der Zeit, die sie mit Testungen verbringen, fehlen sie dort.“ Als die Heimaufsicht den Testaufwand bei den Heimen abfragte und kostenlose Unterstützung durch die Bundeswehr anbot, überlegte Thoma nicht lange – und machte von Anfang an nur positive Erfahrungen: „Die Antragsstellung lief sehr unbürokratisch ab. Die Verantwortlichen bei der Bundeswehr sind freundlich und zuvorkommend, alles ist gut strukturiert und verlässlich, die Kommunikation läuft fantastisch.“ Auch von den Soldaten, die dann Ende Januar anrückten, wurde Siegbert Thoma nicht enttäuscht: „Beide sind im Umgang und Verhalten tipptopp und freundlich. Sie arbeiten sehr strukturiert und sind so eine tolle Entlastung für unser Pflegepersonal. Besser könnte es nicht laufen!“

Doch wie empfinden die beiden Soldaten selbst den ungewöhnlichen Einsatz? Konstantin Bayer, der in seiner Kaserne normalerweise als Kfz-Instandsetzer arbeitet, freut sich, dass seine Hilfe so willkommen ist: „Wir wurden hier mit offenen Armen empfangen.“ Positive Rückmeldungen bekomme er sowohl von den Mitarbeitenden als auch von den Besuchern, hier besonders von den älteren: „Viele von denen waren selbst beim Bund, als es die Wehrpflicht noch gab, und stellen interessierte Fragen.“ Über die Uniform erschrocken sei noch niemand. Die Einrichtungsleitung hatte die Angehörigen und die Mitarbeiter allerdings auch „vorgewarnt“, dass Soldaten die Testungen übernehmen.
Neben dem Komfort eines eigenen Zimmers mit Fernseher und WLAN genießt der junge Soldat vor allem die reichliche Verpflegung: „Wir bekommen schon zum Frühstück so viel zu essen, dass es auch für den Mittag reicht!“

Zum Morgenappell antreten muss Konstantin Bayer im Wichernhaus nicht, aber die disziplinierte Arbeitsweise, die er beim „Bund“ gelernt hat, kommt ihm bei seiner neuen Aufgabe zugute. Was er in den vorbereitenden Schulungen von dem Freiburger Hausarzt Dr. Hubertus Jahn und Pflegefachkraft Andreas Zeidler lernte, konnte er sofort umsetzen. „In den ersten beiden Tagen hat mich eine Fachkraft beim Testen begleitet. Dann war klar, dass ich das allein kann.“ Jetzt schauen ihm die „Kameraden“ aus der Pflege nur noch stichprobenartig über die Schulter. Bayer geht bei den Tests sehr behutsam zu Werke, denn dass sich die Abstriche in Rachen und Nase sehr unangenehm anfühlen, weiß der Feldwebel aus eigener Erfahrung. „Da ich hier arbeite, muss ich mich selbst auch dreimal die Woche testen lassen.“

Einblicke in den Pflegeheim-Alltag erhält der 21-Jährige kaum. Bei einer Reihentestung von Bewohnern war er dabei, aber sonst ist er nur in der Teststation am Eingang tätig. Dennoch ist ihm klar: „Ich habe großen Respekt vor dem, was die Pflegekräfte leisten. Ich könnte das nicht.“ Er selbst sei mehr technisch begabt. Deswegen freut er sich auch schon darauf, nach seinem aktuellen Einsatz die Wattestäbchen wieder gegen einen Schraubenschlüssel einzutauschen und bei seiner Stammeinheit an Autos zu basteln. Der gelernte KFZ-Mechatroniker will dort seinen Meister machen.

Siegbert Thoma und sein Team würden die Amtshilfe gerne länger als drei Wochen in Anspruch nehmen, aber das ist bisher nicht vorgesehen. Aktuell sind sie einfach nur froh über die kompetente Entlastung: „Wir sind Monika Schneckenburger von der Heimaufsicht sehr dankbar, dass sie diese wertvolle Hilfe für uns in die Wege geleitet hat. Ein großer Dank geht auch an die verantwortlichen Koordinatoren, Oberstleutnant Michael Bargmann und Hauptfeldwebel Hans-Peter Huber vom Kreisverbindungskommando Freiburg-Stadt, die für die Schnelltest-Einsätze der Soldaten für die Pflegeheime in Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zuständig sind.“

PS: Der Stadtkurier Freiburg hat Feldwebel Bayer am 11. Februar zum "Freiburger der Woche" gekürt. Herzlichen Glückwunsch!

 

Die Badische Zeitung berichtet in der Freiburger Lokalausgabe am 16.2.2021 über Testungen in Freiburger Pflegeheimen, die durch Bundeswehrsoldaten durchgeführt werden. Darin wird auch das Wichernhaus erwähnt.

Hier geht es zum Artikel. (Der vollständige Text ist nur für Abonnent*innen zugänglich.)

Ein Pieks für mehr Sicherheit: Erster Impfdurchgang im Wichernhaus abgeschlossen

Rund 130 Mitarbeitende und Bewohner*innen des Seniorenpflegeheims Wichernhaus in Freiburg erhielten Anfang Februar ihre erste Impfung gegen das Corona-Virus. Die Impfärzte Dr. Hubertus Jahn und Dr. Christian Schmitthenner hatten im Vorwege mehrere Aufklärungstermine angeboten, bei denen sich die Impflinge informieren und Fragen stellen konnten.

Einrichtungsleiter Siegbert Thoma: „Wir freuen uns sehr über den Impfschutz für die Menschen, die im Wichernhaus leben und arbeiten. Den beteiligten Ärzten, dem mobilen Impfteam und Frau Dr. Gisa Weißgerber, der Impf-Koordinatorin für Freiburg, sind wir sehr dankbar für die enorme Unterstützung, die wir von ihnen erfahren.“

Botschafter der guten Laune: Diakonisches Werk und Rotary Club fördern Clownsbesuche im Wichernhaus

Gesang und Gelächter schallen am Freitagnachmittag über die Flure des Seniorenpflegeheims Wichernhaus in Freiburg. Mit Bollenhut, roter Pappnase und Gitarre bringen zwei Clowns die Bewohnerinnen und Bewohner zum Strahlen. Einmal im Monat besuchen sie die Senioren, singen Schlager und Volkslieder, die Erinnerungen wecken - und machen als Clowns natürlich auch ihre Späße. Demenzkranke oder bettlägerige Senioren profitieren von den Besuchen genauso wie „fitte“ Bewohner.

Unterstützt werden die Besuche der Clowns vom Diakonischen Werk Baden, das dafür Mittel aus der Kollekte „diakonische Hilfen für ältere Menschen“ in Höhe von rund 6.200 Euro bewilligt, sowie durch eine Spende des Rotary-Clubs Freiburg in Höhe von 14.645 Euro an den Freiburger Verein „Lachverband e.V.“, der regelmäßige, professionelle Clownsbesuche in Kinderkliniken und Seniorenheimen organisiert und diese über Spenden, Sponsoring, Benefizveranstaltungen und Mitgliedsbeiträge finanziert. Die Spende der Rotarier kommt dem Wichernhaus und zwei anderen lokalen Einrichtungen zugute.

„Wir sind sehr froh über diese Unterstützung. Im Namen unserer Bewohner danken wir dem Rotary Club und dem Diakonischen Werk von Herzen!“, freut sich Tabea Ruhnau, Leiterin der sozialen Betreuung im Wichernhaus.

Ingeborg Holl freut sich über den Besuch der Clowns Adele Spätzle und Lucie Lulu.

Immer wieder montags kommt die Erinnerung
Spende der Jessen Stiftung für Akkordeon-Musik im Wichernhaus

„Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung“, heißt es in einem bekannten Schlager von Cindy und Bert. Im Wichernhaus kommt sie am Montagnachmittag auf die Wohnbereiche, und zwar mit der Musikerin Anna Cäcilia Dom und ihrem Akkordeon. Sie spielt alte Schlager, Volkslieder, Chansons und klassische Stücke – Melodien, die Erinnerungen wecken und natürlich auch Gefühle. Alte Menschen haben in ihrem Leben viel gesungen: in der Schule, beim Wandern, im Verein, beim gemütlichen Beisammensein. Deshalb haben sie einen großen Liederschatz in ihrem Kopf und in ihrem Herzen. Und wenn diese Lieder gesungen werden, ist es fast so, als wären sie noch einmal jung, mit der ganzen Palette von Gefühlen wie Freude, Trauer, Liebe, Abschiedsschmerz … Musik verbindet unterschiedlichste Menschen und ist eine Sprache, die jeder versteht und die jeden berührt.

Das Wichernhaus hat ein doppeltes Glück erfahren: Zum einen, dass die Jessen Stiftung auf uns zukam und das großzügige Angebot der Finanzierung eines Musikangebotes für pflegebedürftige Menschen machte. Ohne die Gelder der Stiftung wäre dieses tolle Angebot für unsere Bewohnerinnen und Bewohner nicht möglich. Zum anderen, dass wir Anna Cäcilia Dom gewinnen konnten. Sie kennt die Musik und die Lieder der älteren Generation, sie liebt ihre Aufgabe und findet den richtigen Ton mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie bringt die Musik zu den Menschen, spielt in den Wohnzimmern und auf den Fluren der Wohnbereiche; die Zimmertüren werden für die Menschen, die ihr Zimmer oder Bett nicht verlassen können, geöffnet. Im Sommer erklingt die Musik von unserer Terrasse aus ins ganze Haus. Manchmal mussten wir den Flur wegen Überfüllung schließen, so schön sind die Montagnachmittage. Aber falls Sie mal zuhören möchten, findet sich immer noch ein Stehplatz.

Tabea Ruhnau, Leiterin der Betreuung

Die Badische Zeitung veröfentlichte am 10. September 2019 einen Bericht über die Geschichte des Hauses in der Adelhauserstr. 23/ 23a, in dem sich heute ein teil des Seniorenpflegeheims Wichernhaus befindet.

 

"Himmel über Baden" mit Wichernhaus-Seelsorgerin Ruth Kummetz

Das Magazin "Himmel über Baden - Reportagen aus der Evangelischen Kirche" des Senders bibel tv brachte am 18. April einen Beitrag über die Seelsorge für Senioren sowie Glaube und Zweifel im Alter.

Der Sender begleitete und befragte dazu Ruth Kummetz, Seelsorgerin im Seniorenpflegeheim Wichernhaus.

Die Sendung können Sie hier anschauen.

 

Hoher Besuch aus Fernost: Chinesische Delegation war zu Gast im Wichernhaus

Eine hochrangige Delegation aus der chinesischen Provinz Guizho war am 20. Februar 2019 zu Gast im Seniorenpflegeheim Wichernhaus, um sich über das Thema Altenpflege sowie die Personalentwicklung bei der Evangelischen Stadtmission Freiburg zu informieren. Der Besuch dieser Delegation, die aus leitenden Beamte und Repräsentanten der Provinzregierung bestand, wurde von der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische  Freundschaft Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Stadtmission organisiert.
Themen beim Rundgang durch das Wichernhaus und den ausführlichen Gesprächen waren unter anderem das deutsche Qualifizierungs- und Ausbildungssystem in der Altenpflege, moderne Methoden der Seniorenbetreuung und die Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Begehung im Seniorenpflegeheim Wichernhaus (von links nach rechts):
1. Reihe: Xue Jing (Pflegefachkraft), Hang Changyin (Direktor der Provinz-Rentenkasse von Guizho), Siegbert Thoma (Einrichtungsleiter Wichernhaus) , Li Xingquo (Bereichsleiter des Ministeriums für Zivil-Angelegenheiten der Provinz-Regierung Guizho) , Jiang Mao (Repräsentant der Guizho-Freundschaftsgesellschaft), Lu Fang (Referentin für die Zusammenarbeit mit dem Ausland)
2. Reihe: Lanxian Ezechel (Dolmetscherin), Gerda Willmann (Assistentin des Gesamtpflegedienstleiters), Michael Maier (Teamleiter der Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft Stuttgart), Christine Walter (Ausbildungs-Koordinatorin)
3. Reihe: Karin Zwiener (Heimbewohnerverwaltung), Anita Dern (Bereichsleitung) , Iris Kliver (Praxisanleitung)

 

Wohnung für Mitarbeiterin gesucht!

Für eine zuverlässige Mitarbeiterin in Festanstellung sucht das Seniorenpflegeheim Wichernhaus eine Wohnung mit 2-3 Zimmern (bis 70m²) in Freiburg und Umgebung.

Angebote bitte an Siegbert Thoma, Seniorenpflegeheim Wichernhaus, Tel. 0761 / 319 17-0, s.thoma@stadtmission-freiburg.de

Italienischer Botschafter besuchte Deutsch-italienischen Chor im Wichernhaus

Hoher Besuch im Wichernhaus: Im Rahmen einer Visite beim italienischen Konsulat in Freiburg besuchte der italienische Botschafter in Deutschland, Seine Eminenz Pietro Benassi, auch den Deutsch-Italienischen Chor, der seit eineinhalb Jahren in den Räumlichkeiten der Evangelischen Stadtmission Freiburg seine wöchentlichen Probenstunden abhält. Mit von der Partie waren der italienische Konsul in Freiburg, Frederico Lorenzo Ramaioli, und der Beauftragte für die italienischen Staatsbürger in Südbaden, Michele di Leo.

Der Einrichtungsleiter des Wichernhauses, Pfarrer Siegbert Thoma, begrüßte die Gäste und freute sich mit den beiden Koordinatoren Andrea Hein und Alessandro Spagnuolo über das ausgezeichnete Miteinander. Thoma lobte vor allem die Bereitschaft, auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wichernhauses immer wieder einmal ein Konzert zu geben. „Der Deutsch-italienische Chor ist nicht nur eine Bereicherung für unser Haus, sondern für die gesamte musikalische Landschaft der Breisgau-Metropole.“ Den hohen Gästen überreichte Siegbert Thoma zur Erinnerung an den Besuch im Wichernhaus einen „süßen“ Freiburger Gruß.

Unter Leitung der Dirigentin Katy Nataloni  gab der 30 Sängerinnen und Sänger umfassende Chor im Anschluss mehrere italienischsprachige Liedbeiträge aus Schlagermetier und Oper zum Besten, die bei den Gästen hervorragend ankamen.

Auch S. E. Pietro Benassi freute sich über die beachtlichen gesanglichen Qualitäten des Deutsch-italienischen Chors. „In einer Zeit, in der in dieser Welt immer mehr Brücken zwischen Völkern und Nationen abgebrochen werden, bauen Sie hier in Freiburg durch Ihre Musik Brücken zwischen den Menschen.“ Dies habe durchaus vorbildhaften Charakter.

Alessandro Spagnuolo bedankte sich im Namen seiner Kollegin Andrea Hein wie auch aller Chormitglieder für den hohen Besuch und dankte ausdrücklich für die Möglichkeit, im Wichernhaus die wöchentlichen Chorproben abhalten zu können. Man fühle sich hier ausgesprochen wohl und wertgeschätzt.

Den anschließenden Umtrunk nutzten dann insbesondere die Sängerinnen und Sänger für einen lebhaften Austausch mit den Gästen.

Frischer Wind im Wichernhaus

Heiß? Nein, sehr heiß! Die Suche nach frischem Wind ist an heißen Tagen vergeblich. Wie macht man aus dieser Situation in einem Seniorenpflegeheim etwas Erträgliches?

Im Wichernhaus-Stüble beim „Kreativen Treffpunkt“ werden unsere Bewohner und Bewohnerinnen sehr gerne „nützlich“ aktiv. Es besteht der Wunsch nach sinnvoller Tätigkeit, bei der verschiedene Handicaps ausgeblendet werden können.

So gestalteten sie im Juli 2017 Fächer-Rohlinge mit Wasserfarben  - für sich selbst, Mitarbeitende und Ehrenamtliche. Dieser farbig getupfte, karierte oder gestreifte individuelle Gruß wurde von allen Beschenkten im Wichernhaus freudig entgegengenommen.

„Heiß? Nein, sehr heiß!“ wird es zukünftig auf jeden Fall mit unseren farbenfrohen Fächern nicht mehr werden, die nicht nur frischen Wind für den Besitzer liefern, sondern auch dem Gegenüber vielleicht ein Lächeln oder Gespräch entlocken!

Kommen Sie vorbei, um vom frischen Wind zu profitieren! Vielleicht haben Sie ja auch Glück und es ist dazu noch etwas von der selbstgemachten Holunderschorle übrig.

Vera Feger
Diplom-Sozialpädagogin

Der Milchschaum macht's

Zum wöchentlich stattfindenden Gruppenangebot „Treffpunkt“ im Wichernhaus-Stüble gehört im Anschluss an eine „kreative Aktion“ immer die gemeinsame Kaffeerunde, verbunden mit dem Vorlesen der "Badischen Zeitung" und Gesprächen.

Begonnen hat alles mit dem Bemalen unserer großen Mandala-Tischsets, welche anschließend laminiert wurden und nun die jeweiligen Bewohnerzimmer schmücken. In den Gesprächen kamen wir auf das Thema Kaffee: heiß oder kalt, mit viel Milch, mit und ohne Zucker, Kaffeesorten, Bohne oder gemahlen, … hm, und der Kaffee im Restaurant …! Als ich nachfragte, sagten mir die Teilnehmer: naja, warmer Kaffee, … mit viel Milch, … und Milch wie Sahne … so wie Schaum... hm, die Augen leuchteten.

Mein Auftrag war definiert und wurde von unserem Einrichtungsleiter Herrn Thoma begrüßt und genehmigt. Ein Milchschäumer wurde gekauft! So staunten unsere Bewohner nicht schlecht, als beim nächsten Treffpunkt warmer Kaffee mit viel Milch, Milchschaum und mit Kakaopulver dekoriert serviert wurde. Reaktionen? „Da kommt man gern! Sahnig und cremig! S‘ist wie im Restaurant! Schmeckt nach mehr! Lecker! Ist etwa schon alle? An den kann man sich gewöhnen! So lecker, lecker – hm, viel zu gut! Gut, dass ich gekommen bin – gibt es das das nächste Mal auch? Spitzenmäßig, Madame, ich komme wieder!“ Bei solchen Reaktionen war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Bewohner ein Tischset für Herrn Thoma gestalteten, um sich gebührend zu bedanken. Pst … natürlich mit einer gefüllten Kaffeetasse nur für ihn und mit viiiiiiel Milchschaum.

Das Ende der Geschichte? Gibt es nicht! Die Bewohner werden weiterhin in den Genuss von Milchschaum kommen. Um was geht es hier eigentlich? Leben lebenswerter zu gestalten durch kleine Dinge im Alltag, Aufmerksamkeiten, ein Lächeln, eine Zuwendung, richtiges Zuhören … und dann? Macht´s nicht nur der Milchschaum!

Vera Feger
Dipl. Sozialpädagogin in der Betreuung